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Aktuelles

Neue Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“

Neuerungen der forstlichen Förderung in Zeiten von Dürre, Stürmen und Borkenkäfer

Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollen die Fördermaßnahmen der neu aufgestellten Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“ eine passgenaue und schnelle Unterstützung sein.

Dies ist nötig, da sich die Wälder in Baden-Württemberg in einer Ausnahmesituation befinden. Der Klimawandel hat den Wäldern mit Dürre, Hitze und Schädlingen stark zugesetzt. Oberstes Ziel ist es, den Wald mit all seinen Leistungen für Mensch und Umwelt zu erhalten.

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Fördermaßnahmen wird die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung von Schadholz sein. Der Fördersatz des letzten Jahres konnte auf 6 € je Festmeter (ohne Rinde) erhöht werden. Begleitet wird diese Maßnahme durch weitere Förderungen, welche zur Aufarbeitung ergänzt werden können. Zentraler Bestandteil sind auch attraktive Pauschalen und Vereinfachungen bei der Förderung einer anstehenden Wiederbewaldung. Zudem wurde ein komplett neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes geschaffen.

Die Försterinnen und Förster der Landesforstverwaltung an den unteren Forstbehörden beraten Sie gerne, um Sie in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen. Die Landesforstverwaltung informiert zusätzlich im Förderwegweiser des Landes unter www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de in der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen.

Dringende Holzmarktinformation für Privatwaldbesitzer

Sehr geehrte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

Der Wintersturm „Sabine“ hat nach ersten Schätzungen im Land zu rund 1,6 Millionen Festmeter Schadholz geführt. Insgesamt ist unser Landkreis nach der ersten Einschätzung nicht sehr stark betroffen. Die Schadholzmenge liegt hier bei ungefähr 20% eines „normalen“ Jahreseinschlages.

Vor allem in den oberen Höhenlagen im Elztal hat der Sturm deutlichere Spuren hinterlassen. Zusätzlich zu den dort schon in den letzten beiden Jahren aufgetretenen Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit, hat hier der Sturm zu weiteren wirtschaftlichen Verlusten im Wald geführt.

An vielen Stellen sind die Waldwege in unseren Wäldern schon aufgesägt, die Arbeiten werden fortgesetzt. Auch sind die ersten Schadholzmengen aufgearbeitet.

Nach aktueller Einschätzung sind in unserer Region die hauptbetroffenen Sturmschadensgebiete vor allem der Hochschwarzwald und die Wälder zwischen Furtwangen und Vöhrenbach.

Die Vermarktung des Sturmholzes ist für uns im Landkreis selber kein Problem, weil die ausgehandelten Jahresmengen mit der Sägeindustrie ausreichen werden.

In stärker geschädigten Gebieten müssen die kalamitätsbedingten Mehrmengen entweder konserviert oder exportiert werden.

In unseren Wäldern müssen wir in vielen Fällen mit einer längeren Lagerdauer im Wald und mit entsprechenden Forstschutzmaßnahmen rechnen.

Die Sturmholzmengen in der Region haben aber sofort Auswirkungen auf die Holzpreise. Die positive Preisentwicklung der letzten Wochen mit einem Preis im Leitsortiment bei 80.-€/Fm hat sich innerhalb weniger Stunden geändert, sie wurde buchstäblich weggeweht. Die am Markt erzielbaren Preise liegen im Leitsortiment um mindestens 10 €/Fm unter dem oben genannten Niveau.

In der Anlage machen wir eine Empfehlung für die Holzaufarbeitung und eine Einschätzung der Holzmengenaufnahmen einiger unserer Kunden. Bitte beachten Sie diese Hinweise.

Die Aufarbeitung von Sturmholz gehört mit zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald. Bitte seien Sie besonders vorsichtig bei der Einschätzung u.a. der Spannungsverhältnisse der Baumstämme.

Bitte arbeiten Sie die in Ihrem Wald angefallenen Sturmhölzer rechtzeitig auf. Entziehen Sie dem noch überwinternden Borkenkäfer alles bruttaugliche Material, um nicht noch weitere Schäden in Ihrem Wald zu riskieren. Besonders im letzten Jahr hat sich das konsequente Vorgehen gegen den Borkenkäferbefall in den Wäldern im Landkreis schon positiv bemerkbar gemacht. Bleiben Sie daher bitte dran.

Wir hoffen auf eine unfallfreie Aufarbeitung in Ihren Wäldern und sichern Ihnen unsere Unterstützung bei der Vermarktung und Logistik des Holzes zu und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Hannelore Reinbold-Mench, Vorsitzende Waldgenossenschaft
Martin Schneiner, Forstamt Emmendingen



Betreuung im Privatwald

Information zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation

Informationen zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation. Warum gibt es Änderungen in der Privatwaldbetreuung, was ändert sich und was bleibt?

Bitte klicken Sie auf diesen LINK:

Flyer vom MINISTERIUM FÜR LÄNDLICHEN RAUM UND VERBRAUCHERSCHUTZ

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Holzmarkt

Empfehlungen für die Einschlagssaison 2019/2020

Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.



Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

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Impressum
Datenschutz

© 2020 Waldgenossenschaft
Schwarzwald-Breisgau

Unsere Geschäftsstelle
ist für Sie da:

Rathausplatz 1
79183 Waldkirch
Tel.:  07641 - 451-9445
Fax:  07641 - 451-149445

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Mo - Do    8:00 - 17.30
Freitag      8:00 - 13:00

Ihr Ansprechpartner ist
Herr Weber

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Neuerungen der forstlichen Förderung in Zeiten von Dürre, Stürmen und Borkenkäfer

Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollen die Fördermaßnahmen der neu aufgestellten Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“ eine passgenaue und schnelle Unterstützung sein.

Dies ist nötig, da sich die Wälder in Baden-Württemberg in einer Ausnahmesituation befinden. Der Klimawandel hat den Wäldern mit Dürre, Hitze und Schädlingen stark zugesetzt. Oberstes Ziel ist es, den Wald mit all seinen Leistungen für Mensch und Umwelt zu erhalten.

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Fördermaßnahmen wird die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung von Schadholz sein. Der Fördersatz des letzten Jahres konnte auf 6 € je Festmeter (ohne Rinde) erhöht werden. Begleitet wird diese Maßnahme durch weitere Förderungen, welche zur Aufarbeitung ergänzt werden können. Zentraler Bestandteil sind auch attraktive Pauschalen und Vereinfachungen bei der Förderung einer anstehenden Wiederbewaldung. Zudem wurde ein komplett neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes geschaffen.

Die Försterinnen und Förster der Landesforstverwaltung an den unteren Forstbehörden beraten Sie gerne, um Sie in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen. Die Landesforstverwaltung informiert zusätzlich im Förderwegweiser des Landes unter www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de in der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen.

Dringende Holzmarktinformation für Privatwaldbesitzer

Sehr geehrte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

Der Wintersturm „Sabine“ hat nach ersten Schätzungen im Land zu rund 1,6 Millionen Festmeter Schadholz geführt. Insgesamt ist unser Landkreis nach der ersten Einschätzung nicht sehr stark betroffen. Die Schadholzmenge liegt hier bei ungefähr 20% eines „normalen“ Jahreseinschlages.

Vor allem in den oberen Höhenlagen im Elztal hat der Sturm deutlichere Spuren hinterlassen. Zusätzlich zu den dort schon in den letzten beiden Jahren aufgetretenen Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit, hat hier der Sturm zu weiteren wirtschaftlichen Verlusten im Wald geführt.

An vielen Stellen sind die Waldwege in unseren Wäldern schon aufgesägt, die Arbeiten werden fortgesetzt. Auch sind die ersten Schadholzmengen aufgearbeitet.

Nach aktueller Einschätzung sind in unserer Region die hauptbetroffenen Sturmschadensgebiete vor allem der Hochschwarzwald und die Wälder zwischen Furtwangen und Vöhrenbach.

Die Vermarktung des Sturmholzes ist für uns im Landkreis selber kein Problem, weil die ausgehandelten Jahresmengen mit der Sägeindustrie ausreichen werden.

In stärker geschädigten Gebieten müssen die kalamitätsbedingten Mehrmengen entweder konserviert oder exportiert werden.

In unseren Wäldern müssen wir in vielen Fällen mit einer längeren Lagerdauer im Wald und mit entsprechenden Forstschutzmaßnahmen rechnen.

Die Sturmholzmengen in der Region haben aber sofort Auswirkungen auf die Holzpreise. Die positive Preisentwicklung der letzten Wochen mit einem Preis im Leitsortiment bei 80.-€/Fm hat sich innerhalb weniger Stunden geändert, sie wurde buchstäblich weggeweht. Die am Markt erzielbaren Preise liegen im Leitsortiment um mindestens 10 €/Fm unter dem oben genannten Niveau.

In der Anlage machen wir eine Empfehlung für die Holzaufarbeitung und eine Einschätzung der Holzmengenaufnahmen einiger unserer Kunden. Bitte beachten Sie diese Hinweise.

Die Aufarbeitung von Sturmholz gehört mit zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald. Bitte seien Sie besonders vorsichtig bei der Einschätzung u.a. der Spannungsverhältnisse der Baumstämme.

Bitte arbeiten Sie die in Ihrem Wald angefallenen Sturmhölzer rechtzeitig auf. Entziehen Sie dem noch überwinternden Borkenkäfer alles bruttaugliche Material, um nicht noch weitere Schäden in Ihrem Wald zu riskieren. Besonders im letzten Jahr hat sich das konsequente Vorgehen gegen den Borkenkäferbefall in den Wäldern im Landkreis schon positiv bemerkbar gemacht. Bleiben Sie daher bitte dran.

Wir hoffen auf eine unfallfreie Aufarbeitung in Ihren Wäldern und sichern Ihnen unsere Unterstützung bei der Vermarktung und Logistik des Holzes zu und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Hannelore Reinbold-Mench, Vorsitzende Waldgenossenschaft
Martin Schneiner, Forstamt Emmendingen



Betreuung im Privatwald

Information zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation

Informationen zu Änderungen im Zuge der Forstneuorganisation. Warum gibt es Änderungen in der Privatwaldbetreuung, was ändert sich und was bleibt?

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Holzmarkt

Empfehlungen für die Einschlagssaison 2019/2020

Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.



Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

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Neue Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“

Neuerungen der forstlichen Förderung in Zeiten von Dürre, Stürmen und Borkenkäfer

Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sollen die Fördermaßnahmen der neu aufgestellten Verwaltungsvorschrift „Nachhaltige Waldwirtschaft“ eine passgenaue und schnelle Unterstützung sein.

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Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Fördermaßnahmen wird die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung von Schadholz sein. Der Fördersatz des letzten Jahres konnte auf 6 € je Festmeter (ohne Rinde) erhöht werden. Begleitet wird diese Maßnahme durch weitere Förderungen, welche zur Aufarbeitung ergänzt werden können. Zentraler Bestandteil sind auch attraktive Pauschalen und Vereinfachungen bei der Förderung einer anstehenden Wiederbewaldung. Zudem wurde ein komplett neues Maßnahmenpaket zur Förderung des Waldnaturschutzes geschaffen.

Die Försterinnen und Förster der Landesforstverwaltung an den unteren Forstbehörden beraten Sie gerne, um Sie in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen. Die Landesforstverwaltung informiert zusätzlich im Förderwegweiser des Landes unter www.foerderwegweiser.landwirtschaft-bw.de in der Rubrik Forstwirtschaftliche Fördermaßnahmen.

Dringende Holzmarktinformation für Privatwaldbesitzer

Sehr geehrte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer,

Der Wintersturm „Sabine“ hat nach ersten Schätzungen im Land zu rund 1,6 Millionen Festmeter Schadholz geführt. Insgesamt ist unser Landkreis nach der ersten Einschätzung nicht sehr stark betroffen. Die Schadholzmenge liegt hier bei ungefähr 20% eines „normalen“ Jahreseinschlages.

Vor allem in den oberen Höhenlagen im Elztal hat der Sturm deutlichere Spuren hinterlassen. Zusätzlich zu den dort schon in den letzten beiden Jahren aufgetretenen Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit, hat hier der Sturm zu weiteren wirtschaftlichen Verlusten im Wald geführt.

An vielen Stellen sind die Waldwege in unseren Wäldern schon aufgesägt, die Arbeiten werden fortgesetzt. Auch sind die ersten Schadholzmengen aufgearbeitet.

Nach aktueller Einschätzung sind in unserer Region die hauptbetroffenen Sturmschadensgebiete vor allem der Hochschwarzwald und die Wälder zwischen Furtwangen und Vöhrenbach.

Die Vermarktung des Sturmholzes ist für uns im Landkreis selber kein Problem, weil die ausgehandelten Jahresmengen mit der Sägeindustrie ausreichen werden.

In stärker geschädigten Gebieten müssen die kalamitätsbedingten Mehrmengen entweder konserviert oder exportiert werden.

In unseren Wäldern müssen wir in vielen Fällen mit einer längeren Lagerdauer im Wald und mit entsprechenden Forstschutzmaßnahmen rechnen.

Die Sturmholzmengen in der Region haben aber sofort Auswirkungen auf die Holzpreise. Die positive Preisentwicklung der letzten Wochen mit einem Preis im Leitsortiment bei 80.-€/Fm hat sich innerhalb weniger Stunden geändert, sie wurde buchstäblich weggeweht. Die am Markt erzielbaren Preise liegen im Leitsortiment um mindestens 10 €/Fm unter dem oben genannten Niveau.

In der Anlage machen wir eine Empfehlung für die Holzaufarbeitung und eine Einschätzung der Holzmengenaufnahmen einiger unserer Kunden. Bitte beachten Sie diese Hinweise.

Die Aufarbeitung von Sturmholz gehört mit zu den gefährlichsten Arbeiten im Wald. Bitte seien Sie besonders vorsichtig bei der Einschätzung u.a. der Spannungsverhältnisse der Baumstämme.

Bitte arbeiten Sie die in Ihrem Wald angefallenen Sturmhölzer rechtzeitig auf. Entziehen Sie dem noch überwinternden Borkenkäfer alles bruttaugliche Material, um nicht noch weitere Schäden in Ihrem Wald zu riskieren. Besonders im letzten Jahr hat sich das konsequente Vorgehen gegen den Borkenkäferbefall in den Wäldern im Landkreis schon positiv bemerkbar gemacht. Bleiben Sie daher bitte dran.

Wir hoffen auf eine unfallfreie Aufarbeitung in Ihren Wäldern und sichern Ihnen unsere Unterstützung bei der Vermarktung und Logistik des Holzes zu und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

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Fichte-, Tannestammholz

In den nächsten Monaten gibt es Chancen, labile Fichten-/ Tannenbestände zu durchforsten und das Holz als Frischholz zu vermarkten.

Douglasie

Der Einschlag von Douglasienstammholz (vom Starkholz bis zum schwachen Durchforstungsholz) kann uneingeschränkt empfohlen werden. Der Markt ist sehr aufnahmefähig, die Preise stabil.

Industrieholz

Nadelindustrieholz für die Papierindustrie welches noch zu den alten Konditionen verkauft werden soll, muss bis zum 15.12.19 dem zuständigen Forstrevierleiter gemeldet werden. Danach gibt es auch wieder einen festen Liefervertrag, die Preise sind aber noch nicht verhandelt.

Industrieholz der Güte K hat aufgrund der Nachfrage und der Situation auf dem Restholzmarkt im Regelfall eine längere Lagerdauer im Wald, die Mengen sollten möglichst klein gehalten werden.

Laubholz

  • Beratung durch Forstrevierleiter wird empfohlen.
  • Eichenstammholz ist uneingeschränkt zu guten Konditionen verkäuflich.
  • Die Absatzmöglichkeiten für Eschenstammholz sind gegeben, die Preise sind stabil.
  • Buchenstammholz für regionale Sägewerke und für den POLLMEIER –Vertrag können im Rahmen der Lieferabsprachen uneingeschränkt bereitgestellt werden.
  • Die Situation auf den Buchenexportmärkten hinsichtlich der Probleme bei der Containerverladung wird geklärt und kann aktuell noch nicht endgültig beurteilt werden.



Holzmarkt Aktuell

Allgemeine Lage

Die Witterungseinflüsse waren für unseren Wald in den letzten zwei Jahren sehr ungünstig. Als Folge gab es in Mitteleuropa große Kalamitätsholzmengen durch Käferbefall, Dürre und Schneebruch. Die Absatzmärkte und die erzielbaren Preise haben sich bei dem vorhandenen Überangebot bis in den Herbst 2019 negativ entwickelt. In der Betroffenheit gibt es aber sehr starke regionale Unterschiede. Während in BaWü bis Ende Sept 20192,4 Mio. Fm Schadholz verbucht wurden, waren es im selben Zeitraum in Hessen schon 6 Mio. Fm. Auch in den Landkreisen im Südwesten von BaWü unterscheiden sich die Schadholzmengen, je nach Fichtenanteil und Niederschlagsintensität deutlich. Der Landkreis Emmendingen liegt im Vergleich auf einem mittleren Platz. Die wirtschaftlichen Verluste der Waldbesitzer sind also deutlich spürbar. Zu Beginn des Winters 2019/2020 steigt die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz, die Preistendenz ist klar positiv.

Der Fichten- Tannen- Stammholzmarkt

Das Jahr 2018 war für die Sägeindustrie aufgrund der guten Konjunktur und der Verfügbarkeit von billigem Rundholz in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich. Zum Ende des Jahres 2019 sehen viele Betriebe der Sägeindustrie die Lage nicht mehr so optimistisch. Die Gründe hierfür sind vielfältig; abkühlende Konjunkturdaten, drohender Brexit, Exporthemmnisse, Probleme beim Sägewerksrestholz usw. Gleichzeitig wird aber wieder frisches Stammholz benötigt, um die Qualitätsansprüche beim Schnittholz einhalten zu können. Deshalb hat sich im Oktober eine zweite Preislinie für Frischholz gebildet, die aktuell mindestens 4.-€ /Fm über den bisherigen Rahmenpreisen für das 3. und 4. Quartal 2019 liegt. Die Preise für Frischholz liegen somit bis zum 31.12.19im Leitsortiment bei 70-72.-€/Fm. Nach fast 2 Jahren mit negativer Preisentwicklung gibt es nun wieder eine positive Tendenz. Holz aus zufälliger Nutzung, mit Bläueanteilen und Insektenfraßbildern gibt es in BaWü und vor allem in den angrenzenden Bundesländern noch in großer Menge, weshalb sich an den Verkaufschancen und an den Preisen in diesen Sortimenten vorerst nichts ändern wird. Überlagertes Holz wird im Preis eher noch fallen oder als Industrieholz der Güte K vermarktet werden müssen.

Douglasien-, Lärchen- und Kiefernstammholz

Aufgrund der Konzentration des Einschlags auf Käferholzsortimente kam in den letzten Monaten die Ernte von Douglasien und Lärchen zu kurz. Diese Sortimente sind am Markt deshalb sehr gefragt, die Preise sind stabil, bis weiter steigend. Im Leitsortiment wird für Dgl- Stammholz aktuell 100-104.-€/Fm erlöst.

Beim Kiefernstammholz ist der Markt zweigeteilt. Bei den Spitzensortimenten konnte der Preis fortgeschrieben werden. Durchschnittliche B/C/D Lose sind im Preis deutlich gefallen, da es im Raum Karlsruhe-Bruchsal erhebliche Schadholzmengen gibt, welche aktuell regional angeboten werden. Der bisherige Durchschnittspreis von ca. 70.-€/Fm ist auf 58.-€/Fm gefallen.

Nadelexportholz

Deutschlandweit wurden im Jahr 2018 und 2019 große Mengen an Schadholz in Containern nach Asien exportiert. Auch aus dem Landkreis Emmendingen musste dieser Absatzkanal genutzt werden. Die Exportmöglichkeiten hängen aber stark von der Verfügbarkeit von Containern ab. Im Oktober war die Lage sehr schwierig, weshalb nur wenig verladen werden konnte. Außerdem gibt es seit der KW 46 Probleme mit der Umsetzung bei der Ladungssicherung, weshalb Alternativen für die Exportsortimente gesucht werden müssen. Grundsätzlich gibt es aber die Aussage der asiatischen Kunden, weiter auf dem deutschen Markt einkaufen zu wollen, die abgesprochenen Liefermengen sind weiterhin gültig. Bei den Exportsortimenten sind aber Standards hinsichtlich der Holzaushaltung und der Kennzeichnung zu beachten; jeder Stamm braucht ein Nummernplättchen.

Nadelindustrieholz

Die Preise für Papierholz sind bis Ende des Jahres vereinbart, die Lieferquoten reichen aus, alle anfallenden Mengen aus dem Landkreis abzuwickeln.

Der Restholzmarkt der Sägeindustrie ist in diesem Jahr stark eingebrochen, dadurch sind unsere geringwertigen Industrieholzsortimente (Güte K) für die Pellets- und Spanplattenindustrie auch unter Druck geraten. Die Preise sind stark gefallen und die Abfuhr läuft verzögert ab.

Laubstammholz

Die Nachfrage nach Eiche-, Buchen- und Eschenstammholz ist ähnlich stabil wie in der letzten Saison. Im Regelfall wurden die letztjährigen Preise fortgeschrieben. Die Waldbesitzer werden gebeten, sich im Einzelfall durch Ihren Revierleiter beraten zu lassen und die Aushaltungsmerkblätter zu beachten.

Aktuell wird noch geprüft, welchen Einfluss die Restriktionen bei der Ladungssicherung für den Buchenexport nach Asien haben werden.

Laubindustrieholz und Brennholz

Der Laubindustrieholzmarkt und der Brennholzmarkt sind normal aufnahmefähig, die Brennholzpreise sind auf dem Niveau des Vorjahres.

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